Kontext: In meinem Dienst für die OMF bin ich oft als Brückenbauer zwischen Sprachen und Kulturen unterwegs. Im März 2010 führte mich dies auf eine internationale Studentenkonferenz, wo ich nicht nur sprachlich, sondern auch geistlich herausgefordert wurde.
War ich aufgeregt, vor 200 Leuten aus dem Englischen ins Deutsche zu übersetzen! Dick Dowsett, mittlerweile im Ruhestand, war der Redner dieser Studentenkonferenz. Er ist ein beeindruckender Sprecher, der es versteht, die Bibel klipp und klar auszulegen, spannend zu illustrieren und die heutige Anwendung messerscharf herauszuarbeiten.

Es war ein echtes Privileg, mit ihm auf der Bühne zu stehen. Gut, dass ich nur ein- oder zweimal kurz die Aufmerksamkeit verlor („Mist, jetzt habe ich beim letzten Satz gar nicht zugehört…“). Von meiner deutschen Übersetzung aus wurde dann simultan ins Rumänische, Russische und Französische weiterübersetzt – ein faszinierendes Sprachenwirrwarr ohne Chaos.
Besonders hängen geblieben ist mir seine Ermutigung, das Gebet ernst zu nehmen: Wenn wir möchten, dass sich Menschen für Jesus entscheiden, müssen wir zuerst mit Jesus über sie reden. Und wenn wir Freunde „in die Mission schicken“ wollen, dann adressieren wir das am besten direkt an den „Herrn der Ernte“. Mich hat das neu ermutigt, weniger aus eigener Kraft zu „rödeln“, sondern Gott wirken zu lassen und dort mitzuhelfen, wo er die Türen bereits geöffnet hat.

