Gedanken zu Gender, Familie und der Kostbarkeit von Beziehungen

(Kontext: Ein Archiv-Beitrag von 2009. Dieser Text entstand als Reaktion auf damalige kirchenpolitische Debatten. Er spiegelt meine tiefe Überzeugung wider, dass die Einzigartigkeit jedes Menschen und der Wert der familiären Bindung Kernstücke der göttlichen Schöpfung sind.)

Im „Chrischona Panorama“ fand ich damals eine prägnante Einordnung zur Herkunft des Gender-Gedankens: „Das Gender-Denken wurzelt unter anderem im Feminismus und Marxismus, wo Ungleiches als ungerecht qualifiziert wird und Ungleichheit daher abgeschafft werden soll.“

Ich empfinde diesen Ansatz als konträr zur Kreativität unseres Gottes. Er hat keine zwei Menschen identisch geschaffen. Ob Gesundheit, Gaben, Kraft oder äußere Merkmale: Kein Mensch gleicht dem anderen. In meinen Augen ist das nicht ungerecht, sondern ein Ausdruck seiner Liebe und Wertschätzung für das Individuelle.

Eine weitere Aussage hat mich damals besonders nachdenklich gestimmt: Es wurde kritisiert, dass unter dem Schlagwort der „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ oft eine Politik betrieben wird, die Frauen primär als Arbeitskräfte im Markt halten will.

Die Gefahr, dass dabei die tiefe Beziehungsqualität innerhalb der Familie und die Zeit für die Kinder auf der Strecke bleiben, ist real. Ich bin bis heute dankbar für jede Frau, die ihre Mutterschaft als eine hohe Berufung begreift – und für jeden Mann, der seine größte Freude darin findet, für seine Frau und seine Kinder da zu sein.

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