(Kontext: Nach unserer Rückkehr aus Kambodscha habe ich eine neue Aufgabe bei OMF übernommen. Als „Gebietsleiter Mitte“ bin ich nun offiziell „vom Fach“ – doch in Gesprächen merke ich schnell, dass theoretisches Wissen und echte Leidenschaft zwei verschiedene Dinge sind.)
Die Frage nach dem „Warum“
Letzte Woche wurde ich in einem Gespräch mit einer grundlegenden Frage konfrontiert: „Warum soll sich unsere Gemeinde eigentlich an der Weltmission beteiligen? Liegt da ein besonderer Segen drauf? Reicht es nicht, wenn wir uns vor Ort missionarisch einsetzen?“
Das sind bekannte Fragen, und eigentlich bin ich jetzt der „Fachmann“ dafür. Oder etwa nicht? Mir fielen sofort die Standardantworten ein: „Jesus hat uns in Matthäus 28 den Missionsbefehl gegeben. Da ist von der ganzen Welt die Rede, nicht nur von unserer eigenen, kleinen Umgebung. Wir wollen Jesus gegenüber gehorsam sein.“ Das ist völlig korrekt. Aber ganz hat mich die Antwort selbst nicht befriedigt – und meinen Gesprächspartner auch nicht. Was bedeutet Mission wirklich im 21. Jahrhundert?
Neu Feuer fangen
Ich merke: Ich muss mich selbst ganz neu überzeugen lassen, wie wichtig Weltmission für die Gemeinde vor Ort ist. Ich möchte mir erneut eine biblisch begründete Leidenschaft aneignen. Ich will beobachten, nachdenken, beten und ringen, bis mein Herz selbst ganz neu für die Weltmission brennt. Denn nur mit dem, was in mir selbst brennt, kann ich andere anstecken.
Denkt mit nach!
Ich möchte euch einladen, euch hier einzuklinken. Warum ist es eurer Meinung nach wichtig, dass Gemeinden Weltmission unterstützen? Weshalb reicht es nicht zu sagen: „Deutschland ist doch selbst Missionsland, darum senden wir niemanden mehr nach Asien“? Oder warum könnt ihr vielleicht gar nichts mit dem Thema anfangen?
Ich bin gespannt auf eure Gedanken und was bei diesem gemeinsamen Nachdenken herauskommt!
