(Kontext: Wir sind erst seit Kurzem in Snoul. Da unser eigenes Haus noch zu klein ist und wir erst eine Handvoll Interessierte im Bibelkreis haben, wird dieses erste große Weihnachtsfest zu einem echten Kraftakt der Gemeinschaft. Ein örtlicher Schuldirektor stellt uns seine private Englischschule zur Verfügung.)
Die Vorbereitung: Ein Dorf lernt „Weihnachten“ kennen (29. November)
Bei uns steht diese Woche alles im Zeichen des Festes. Marlen probt mit den Kindern der Sonntagsschule ein Krippenspiel. Da wir hier noch ganz neu sind, bekommen wir starke Unterstützung: Vier kambodschanische Christen aus der FCC-Gemeinde in Nerk Lüeng kommen, um durch das Programm zu führen und die Lieder zu begleiten. Weitere Missionare reisen aus Phnom Penh an, um bei der Logistik zu helfen.
Wir stellen insgesamt 400 Stühle auf. Fast niemand hier im Ort kann mit dem Wort „Weihnachten“ etwas anfangen. Deshalb verteilen wir Einladungen an die „hohen Herren“ des Ortes, an die Eltern der Schulkinder und laden jeden ein, dem wir begegnen. Wir beten um ein Wirken des Heiligen Geistes, damit die Botschaft verstanden wird.
Das Fest: Vom Sturmgebet zur großen Ernte (7. Dezember)
Vielen Dank an alle, die an uns gedacht haben! Gott hat unsere Gebete wirklich erhört. Der Tag begann allerdings mit einer Zitterpartie: Um 13 Uhr fing es heftig an zu regnen. Wir begannen, „Sturm zu beten“. Und tatsächlich: Um 14 Uhr hörte der Regen auf, sodass wir die Stühle noch rechtzeitig abtrocknen konnten, bevor um 15 Uhr die ersten Gäste eintrafen.
Der Zuspruch war überwältigend. Insgesamt kamen ca. 600 Gäste – weit mehr, als wir Stühle hatten! Die Mehrheit waren Schüler der Englischschule, aber auch viele Erwachsene und strenge Buddhisten waren unter den Zuhörern. Erstaunlicherweise reichten die Getränke, das Obst und die Kekse für alle aus.
Ein voller Erfolg
- Das Krippenspiel: Unsere Sonntagsschulkinder machten ihre Sache hervorragend. Die Menge ging begeistert mit, die Leute standen sogar auf den Stühlen, um besser sehen zu können, und lachten an den richtigen Stellen.
- Die Botschaft: Der Prediger aus Phnom Penh fand genau die richtigen Worte für die Erwachsenen. Es gab sehr ermutigende Rückmeldungen.
- Kontakte: Ich konnte unser Team vorstellen und die Leute zu unserem sonntäglichen Bibelgespräch einladen.
Wir sind Gott unendlich dankbar. Wo gesät wird, geht eines Tages eine Ernte auf. Deshalb wollen wir mit dem Säen nicht aufhören – auch wenn Weihnachten nun vorbei ist.
