Vision & Berufung
Im Jahr 2000 berief Gott uns durch ein tiefes persönliches Reden zum ersten Mal nach Kambodscha. Schon bei unserer Abreise 2009 hatten wir jedoch den starken Eindruck, dass unser Auftrag in diesem Land noch nicht abgeschlossen ist. Wir behielten die Hoffnung im Herzen, dass sich noch einmal eine Tür öffnen würde, sobald unsere Kinder erwachsen sind.
Dies hat sich nun bestätigt. Mit der Gewissheit, dass Gott uns erneut ruft, machen wir uns deshalb wieder auf den Weg in unser ursprüngliches Einsatzland.
In unserer ersten Zeit in Kambodscha lag unser Fokus auf Gemeindegründung, Evangelisation und Leiterschulung im ländlichen Raum. Heute bringen wir Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen und Aufgaben im „Support Ministry“ ein.
Wir möchten jüngere Missionare administrativ und praktisch entlasten, ihnen den Rücken freihalten und sie ermutigen und unterstützen. Wir sind davon überzeugt, dass diese Rolle genau zu unserer aktuellen Lebensphase und unseren Gaben passt, um das gesamte Team vor Ort effektiv zu stärken.
Wir sind Teil eines großen, internationalen Teams. Das OMF-Team in Kambodscha besteht aktuell aus 71 Mitgliedern aus 18 verschiedenen Nationen – die meisten unserer Kollegen kommen aus Südkorea, den USA, Deutschland, Hongkong und Brasilien.
Während unsere Kollegen schwerpunktmäßig in der medizinischen Arbeit, der Studentenarbeit, der Theologie und dem Gemeindebau tätig sind, konzentrieren wir uns auf das „Support Ministry“. Hier arbeiten wir eng mit unseren ausländischen Kollegen zusammen, werden aber auch tatkräftig von einheimischen Mitarbeitern unterstützt.
Praktisches & Leben
Unser Flugticket ist bereits für den 12. Mai 2026 gebucht. Bis zum Abflug liegt jedoch noch eine intensive Vorbereitungszeit vor uns:
Familienzeit: Wir begleiten unsere Kinder bei ihren Umzügen, feiern gemeinsame Geburtstage und widmen uns der Auflösung unserer Wohnung in Deutschland.
Gemeindebesuche: Es ist uns wichtig, noch einmal Zeit in unseren sendenden Gemeinden in Leidenhofen, Marburg und Gstaad zu verbringen.
Freundeskreis: Wir freuen uns auf regionale Treffen mit Unterstützern, halten Vorträge über unsere kommende Arbeit und nehmen uns Zeit für persönliche Abschiede.
Diese Monate sind für uns eine wertvolle Zeit des Übergangs, bevor das neue Kapitel in Kambodscha beginnt.
Vorerst ist ein Einsatz von drei Jahren geplant. Unser Herzenswunsch ist es jedoch, bis zum Ende unseres aktiven Arbeitslebens in Kambodscha zu bleiben – das wären nach aktueller Planung noch etwa zehn bis zwölf Jahre. Wir blicken mit großer Vorfreude auf diese langfristige Perspektive in unserem „Herzensland“.
Die Landessprache ist Khmer, während innerhalb unseres internationalen Teams vorwiegend Englisch gesprochen wird.
Da unser letzter Einsatz schon einige Zeit zurückliegt, sind wir für die ersten drei Monate freigestellt, um unsere Sprachkenntnisse intensiv aufzufrischen. In dieser Zeit möchten wir auch die Kultur ganz neu in uns aufnehmen. Kambodscha hat sich in den letzten 17 Jahren rasant verändert und weiterentwickelt – wir freuen uns darauf, das Land und seine Menschen heute neu kennenzulernen und zu verstehen.
Unsere drei Töchter sind mittlerweile erwachsen und führen ihr eigenes, selbstständiges Leben. Auch über die große Distanz hinweg werden wir durch regelmäßige Videoanrufe eng miteinander verbunden bleiben.
Zusätzlich ist unser Wunsch und Ziel, uns möglichst einmal im Jahr persönlich zu sehen – dabei planen wir Besuche abwechselnd in Deutschland und bei uns in Kambodscha. Wir sind dankbar für die moderne Technik, die es uns ermöglicht, trotz der geografischen Entfernung am Leben der anderen teilzuhaben.
Partnerschaft
Gebetspartner sind für uns Menschen, auf die wir uns fest verlassen können. Wir betrachten Sie als unverzichtbaren Teil unseres Teams, denn ohne geistliches Fundament ist unsere Arbeit vor Ort nicht möglich.
Als Partner nimmst du Anteil an unserem Leben: Wir teilen regelmäßig persönliche Anliegen, berichten von den Herausforderungen unserer täglichen Arbeit, von Dynamiken im Team oder von aktuellen Nöten im Einsatzland. Gemeinsam treten wir dafür ein, dass Gottes Reich in Kambodscha wächst und die Menschen durch den Dienst der OMF-Missionare Hoffnung finden.
Es gibt verschiedene Wege, wie du uns auf unserem Weg begleiten kannst:
📩 Rundbrief: Drei- bis viermal im Jahr senden wir einen ausführlichen Bericht mit vielen Bildern und persönlichen Erlebnissen zu. [Hier kannst du dich in den Verteiler eintragen].
🌐 Website: In unserem Blog teilen wir regelmäßig neue Erkenntnisse und aktuelle Eindrücke direkt aus Kambodscha. Schau einfach öfter mal vorbei!
📱WhatsApp: Für den „Blick über die Schulter“ im Alltag kannst du unsere Nummern in deinem Adressbuch speichern. So siehst du unsere Updates im Status. Schreib uns gerne eine kurze Nachricht zur Vernetzung.
Instagram: Auch hier geben wir immer wieder Einblicke in unser Leben vor Ort. Wir freuen uns, wenn du uns dort folgst. [Zu unserem Profil].
Finanzen
Unsere Arbeit wird ausschließlich durch freiwillige Spenden getragen. Weder OMF noch wir persönlich erhalten Zuschüsse aus Kirchensteuern oder staatlichen Quellen. Jedes Jahr erstellen wir ein Budget für die anfallenden Lebens- und Diensthaltungskosten und vertrauen darauf, dass Gott uns die nötigen Mittel durch Menschen schenkt, die unsere Arbeit unterstützen.
Das Besondere bei OMF: Die Vergütung richtet sich nicht nach Dienstjahren, Position oder Verantwortung. Stattdessen gilt das Prinzip der Bedarfsdeckung. Das bedeutet: Jeder Mitarbeiter – ob in der Leitung oder im Support – erhält nur den Betrag, der für den Lebensunterhalt und den Dienst vor Ort tatsächlich notwendig ist. So stellen wir sicher, dass alle Spenden verantwortungsvoll und dort eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden.
Sollten in einem Monat weniger Spenden eingehen als budgetiert, wird die Auszahlung unserer Mittel zunächst anteilig reduziert. Wir tragen dieses finanzielle Risiko im Vertrauen auf Gott mit.
Gleichzeitig gibt es bei OMF den sogenannten „Großen Topf“: Hier fließen Spenden ein, die allgemein für die Arbeit der Mission gegeben wurden. Wenn dort Mittel verfügbar sind, kann ein Fehlbetrag in unserem persönlichen Budget daraus ausgeglichen werden. Dieses Miteinander im Team stellt sicher, dass der Dienst auch in finanziell schwächeren Zeiten weitergehen kann.
Wie jede professionelle Organisation benötigen wir eine solide Infrastruktur für Verwaltung, IT-Systeme und Öffentlichkeitsarbeit. OMF hält diese Kosten jedoch bewusst sehr gering.
Wir leisten diesen Beitrag für die zentrale Verwaltung gerne. Denn wir wissen: Ohne die engagierte Arbeit unserer Kollegen in Deutschland und im internationalen Zentrum in Singapur könnten wir unseren Dienst vor Ort nicht sicher und effektiv tun.
Tipp zum Weiterhören: Wer tiefer in das Finanzsystem der OMF eintauchen möchte, dem empfehlen wir die Podcast-Folge von Mango Radio: „Was kostet Mission wirklich?“. Dort wird transparent erklärt, wie die Gelder weltweit verwaltet werden. [Zu Mango Radio]
