(Kontext: November 2008. Die Koffer sind fast gepackt, aber das Schwerste kommt jetzt: Das „letzte Mal“. Jede Gruppe, jede Kinderstunde und jeder Gottesdienst markiert das Ende unserer drei Jahre in Snoul. Ein Rückblick auf eine Woche voller Tränen, Lieder und offener Fragen.)
Kinderstunde in Gamleig: Hits und Herzschmerz
Wieder waren 30 bis 40 Kinder da. Diese Bande ist mir über die Jahre so ans Herz gewachsen! Sie sind so natürlich, fröhlich und hungrig nach Liebe. Eigentlich hatte ich Lieder vorbereitet, aber sie bestanden darauf, ihre eigenen „Hits“ zu singen. Bei der Geschichte waren sie ganz Ohr. Als mir beim Verabschieden bewusst wurde, dass ich viele dieser Gesichter wohl nie wiedersehen werde, überkam mich eine tiefe Traurigkeit. Möge Gott ihnen durch das neue Team weiterhin Liebe und Ermutigung schenken.
Sonntagsschule: Umzug ins Grüne
Da unser Haus ab nächster Woche nicht mehr zur Verfügung steht, feierten wir Premiere: Unser erstes Open-Air-Meeting auf dem Gelände der Distrikt-Verwaltung. Wir liefen gemeinsam die 500 Meter dorthin, und unterwegs schlossen sich immer mehr Kinder an, bis wir sicher 50 Kids waren. Es ist eine Herausforderung, diesen „Haufen“ im Griff zu behalten, aber es macht unglaublich viel Freude!
Der letzte Gottesdienst: Ein Festmahl und offene Fragen
Zum Abschied in unserem Wohnzimmer kam eine große Gruppe Missionare (Krutsches, Zwygarts, Wiebes und wir) und eine kleine Gruppe Khmer (Mak Sophie und Herr Sott) zusammen. Ich sprach über das große Festmahl aus Lukas 14 – Gottes Einladung an alle, nah und fern. Gefühlsmäßig war dieser Abschied seltsam. Eine Ära geht zu Ende, und es ist noch völlig offen, wie es mit diesem Treffen weitergeht. Es kommen so wenige Einheimische – welche Form wäre passender? Wo findet man einen neuen Ort?
Kraft am Ende
Am Sonntagnachmittag war ich emotional völlig erschöpft. Jedes einzelne Treffen war schön und wichtig, aber als die letzte Tür ins Schloss fiel, war die Kraft einfach raus. Es ist Zeit zu gehen, auch wenn das Herz noch in den Straßen von Snoul verweilt.
