(Kontext: Wir sind noch keine drei Wochen in Snoul, aber unser Haus hat sich bereits in ein kleines Gemeindezentrum verwandelt. Es ist unglaublich, wie schnell Gott Gebete für offene Türen in der Nachbarschaft erhört hat.)
Der erste Gottesdienst auf der Matte (15. Oktober)
Wir waren noch nicht einmal zehn Tage hier, da hielten wir schon unseren ersten Gottesdienst. Eine Familie aus der Nachbarschaft hatte uns darum gebeten; ihre Kinder gehen in Phnom Penh bereits in Gemeinden und nun will auch die Mutter glauben.
Wir saßen im Kreis auf einer Matte in unserem Wohnzimmer. Zuerst sangen wir Lieder – das ist kein Problem, da die meisten christlichen Lieder bekannte Khmer-Melodien haben. Statt einer klassischen Predigt gab es ein Bibelgespräch nach der Frage-Antwort-Methode. Nach einer Stunde und dem Austausch von Gebetsanliegen ging jeder nach Hause.
Viele haben für uns um Nachbarn gebeten, die offen für das Evangelium sind. Gott hat das erhört! Vielleicht ist das eine Ermutigung, auch mal wieder für die eigenen Nachbarn in Deutschland zu beten?
Sonntagschule: Gruppenspiele und Krippenspiel-Proben (19. Oktober)
Jeden Sonntagmorgen um 8 Uhr kommen die Kinder der Nachbarschaft zu uns. Wir starten mit lustigen Gruppenspielen – etwas, das hier sonst niemand mit ihnen macht. Die Kinder sind sichtlich stolz, dass sie nach nur drei Wochen schon vier Lieder mit Bewegungen auswendig können!
Da Weihnachten vor der Tür steht, erzählen wir momentan die Weihnachtsgeschichte, um später ein Krippenspiel für die Eltern einzuüben. Das absolute Highlight ist das Basteln: Wir haben großformatige Malbücher zur Weihnachtsgeschichte. Letzten Sonntag lagen die Kinder im ganzen Haus auf dem Boden und malten eifrig. Es ist toll zu sehen, wie motiviert und begeisterungsfähig sie sind!
